Auch Reduzierung der Schwarzwildbestände im Visier

In mehreren Hegeringen des Westerwaldes wurde wie in den Vorjahren wieder verstärkt auf Fuchs und Raubwild gejagt. Auch die Jägerinnen und Jäger im Hegering Westerburg waren dazu aufgerufen. Nach Abschluss der Jagdwoche traf man sich auf dem Dorfplatz in Sainscheid zum „Strecke legen“.
Insgesamt wurden 46 Füchse, 1 Marder und 11 Wildschweine erlegt.
Hegeringleiter Klaus Skowronek macht deutlich, worum es bei der intensiven Jagd auf Raubwild geht:
„Fuchs, Marder und Waschbär ohne natürliche Feinde, verursachen beim Niederwild und Bodenbrütern, wie Fasan und Rebhuhn die größten Verluste. Viele Projekte in Europa haben aufgezeigt, dass der Einfluss des Fuchses vor allem in der Aufzuchtzeit seiner Jungen am größten ist.“
Und: „Dezimierte die Tollwut in früheren Jahren die Fuchsbestände, ist sie wegen der oralen Immunisierung der Füchse, die bis zum Frühjahr 2008 durchgeführt wurde, in Deutschland nicht mehr vorhanden.
Darüber hinaus stellen Jäger im Kreisgebiet seit mehreren Jahren bei Füchsen immer wieder Räude fest.“ Diese hochansteckende Milbenerkrankung stellt auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Hunde und Katzen dar.
Ursache der Krankheit ist meist ein zu hoher Fuchsbestand.
Klaus Skowronek weist darauf hin, dass erlegtes Raubwild seit einigen Jahren durch heimische Jäger verwertet wird. Auch viele Kürschner verarbeiten zunehmend Pelze aus der heimischen Jagd. Entsprechend groß ist der Bedarf nach qualitativ hochwertiger Ware.
Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat der Deutsche Jagdverband das Modellprojekt Fellwechsel gegründet. Hier werden Naturprodukte aus nachhaltiger, tierschutzkonformer Jagd anstatt Pelz aus Zuchtfarmen
mit z.T. zweifelhafter Beachtung des Tierschutzes verarbeitet.

Was ist die Fellwechsel GmbH?
Die Fellwechsel GmbH ist ein vom DJV und LJV Baden-Württemberg gegründetes
Unternehmen, das sich die sinnvolle Nutzung natürlicher Ressourcen –
hier: Felle – als vorrangiges Ziel gesetzt hat. Mit diesem völlig neuen Ansatz sollen auch und vor allem die Prädatorenbejagung und damit der Schutz des Niederwildes und anderer Arten gefördert werden.
Ab Herbst 2017 wird in Rastatt (Baden-Württemberg) eine Abbalgstation von der Fellwechsel GmbH betrieben.

Wie funktioniert das Fellwechsel-Konzept?
Die Jägerinnen und Jäger erlegen in der Zeit der Balgreife (Mitte November bis
Mitte Februar) – möglichst mit Schrotschuss, mittels Fangjagd oder mit balgschonendem Kaliber – Füchse, Marderhunde Waschbären, Marder, Minke, Bisame und Nutrias und Dachse. Die erlegten Tierkörper werden verpackt und zusammen mit zwei ausgefüllten Abgabeformularen an eine der Sammelstationen im Westerwald geliefert, wo sich eine geeignete Tiefkühlmöglichkeit befindet.
Bei Bedarf werden die Tierkörper abgeholt in der Fellwechsel GmbH abgebalgt, die Felle geprüft und mit einer ID-Nummer versehen. Die Gerbung erfolgt in deutschen
Fachbetrieben. Die gegerbten Felle werden dann an Weiterverarbeiter verkauft und von Kürschnern und Modedesignern für die Herstellung von Bekleidung und Accessoires genutzt.

von Eberhard Thiel

In der ev. Kirchengemeinde Kroppach ist es in den letzten Jahren schon Tradition geworden, dass Frau Pfarrerin Frölich einen Hubertusgottesdienst hält. Dieser wird von der Jagdhornbläsergruppe Kroppacher Schweiz mit gestaltet.

In diesem Jahr fand er am Sonntag, dem 5.11.2017, statt. In dem sehr gut besuchten Gottesdienst ging Frau Frölich auf die Legende des Heiligen Hubertus ein und verband dies in ausgezeichneter Weise mit unserer Waidgerechtigkeit.

Hierbei wurden negative Verhaltensweisen, wie rücksichtsloses Jagen, ohne Achtung des persönliche Umfeldes (Familie) und der uns anvertrauten Kreaturen, angesprochen. Die Jagd umfasst auch, sich für die Natur und Umwelt einzusetzen – so Frau Frölich. Ergänzt wurde die Predigt mit Lesungen der Jagdhornbläserin Susanne Horrix und Liedvorträgen des Gemischten Chor Kundert.

Ein Dank an alle Beteiligten für diesen Gottesdienst.

Die Kreisgruppe Westerwald im LJV RLP unterstützt das Projekt Fellwechsel. Sie finden weitere Informationen, Kontaktdaten und Abgabestellen unter der Seite Wissenswertes.

 

Unter dem Motto “Jagdliches Brauchtum pflegen”, fanden im September zum zweiten Mal Wochenendseminare für Jagdhornbläser statt.
Wie im vergangenen Jahr konnten wir Carsten Porath als Seminarleiter verpflichten.
Am ersten Seminartag stand Weiterbildung für eine komplette S- Horn Gruppe mit den Schwerpunkten Zusammenspiel und Gesamtklang sowie die Vorbereitung auf bevorstehende Hubertusmessen auf dem Programm.
Im Grundkurs B-Hörner für Anfänger und Jagdhorninteressierte, standen auch für Teilnehmer ohne Notenkenntnisse Ansatz, Atmung, Tonbildung, sowie erste Signale im Vordergrund.
Für die Einsteiger dieses Seminares stellte Carsten Porath eine große Auswahl von Fürst-Pless, wie auch Parforce-Jagdhörnern kostenlos zu Verfügung.
Informationen zu den Instrumenten und zum passenden Mundstück rundeten die Seminarinhalte ab. Nach dem Seminar haben sich bereits einige Teilnehmer einer der Westerwälder Bläsergruppen angeschlossen.
Das Seminarwochenende wurde durch den Obmann für Brauchtum, Peter Schäfer, vorbereitet und begleitet. Hierfür  einen herzlichen Dank. Carsten Porath vielen Dank für die kompetente fachliche Durchführung.

Ist das Reh die Frau vom Hirsch?

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene unterliegen häufig solchen Irrtümern über die Natur. Kein Wunder, denn Fernsehen und Computerspiele bestimmen zunehmend den Alltag. Eltern und Pädagogen wissen selbstverständlich, dass das Spiel mit Gleichaltrigen und das Erleben der Natur mit allen Sinnen für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung sind.

Im Sachunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler unter anderem lernen, sich mit den Fragen der Umwelt, der heimischen Fauna und Flora auseinanderzusetzen. Das ist aber durch reines Buchwissen nicht oder nur schwierig zu erreichen.
Hier bieten die Jäger mit ihrer Aktion “Lernort Natur” an, den Pädagogen bei der Umsetzung dieses Themas behilflich zu sein.

Insgesamt 4 Klassen der Grundschule Westerburg besuchten im Verlauf einer Woche die Rollende Wald- und Wildschule. Die Jäger Hubert Wirtz, Rolf Kiefer und Klaus Skowronek vertieften die Kenntnisse über unsere heimischen Wildarten, ihr Verhalten und ihre Lebensweise.

Wie rau ist eine Wildschweinschwarte? Wie spitz sind die Eckzähne vom Fuchs? Antworten fanden die Schüler beim Betasten von Fellen und Präparaten.

Als Erinnerung an Ihren Besuch erhielten die Schüler kleine Geschenke.

Lehrer und Jäger freuen sich auf die Fortsetzung des Projekts im kommenden Schuljahr denn Natur kann man nicht beschreiben, Natur muss man erleben.

Die Kreisgruppe Westerwald ist mit allen Delegierten auf dem Landesjägertag vertreten.

Gemeinsame Pressemeldung Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Jagdverband (DJV)

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch “Ducken und Tarnen” schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) aufmerksam. Die Verbände empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen.

Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen vor allem, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.

Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen, die unterschiedlichste Töne wie zum Beispiel Menschenstimmen, klassische Musik oder auch Motorengeräusche in verschiedenen Lautstärken aussenden, hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Bei bestimmten Witterungsverhältnissen hilft auch Drohnen- und Infrarot-Technik. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung wirkt, haben Experten herausgefunden.

Laden Sie sich hier unsere Broschüre zum Thema “Den Mähtod vermeiden” herunter.

Sehen Sie hier das Video zur empfohlenen Mähtechnik….

 

 

Am Freitag, den 21.04.2017, fand die diesjährige KGV der Westerwälder Jäger in der Stadthalle Westerburg statt. Viele interessante Vorträge, freundliche Grußworte der Ehrengäste und der Vertreter befreundeter Verbände, Anerkennung des stellv. LJV-Vorsitzenden, Ehrungen der verdienten und langjährigen Mitglieder. Diese neue Internetseite www.jagd-ww.de  wurde vom Obmann für den Internetauftritt, Ingo Janowitz, vorgestellt. Lesen Sie den Bericht der Rheinzeitung hier.

Bericht KGV 2017

Übersicht Ehrungen 2017