Lesen Sie hier den Bericht auf der Seite des LJV RLP.

Hier finden Sie den Bericht in der Westerwälder Zeitung.

Hallo liebe Hubertusbläser,

es freut mich sehr, euch alle als neu gegründete Jagdhornbläser-Gruppe „Hubertusbläser“ Westerwald mit einem herzlichen Horrido zu begrüßen.
Ich freue mich sehr, dass ihr euch als Gruppe zusammen getan habt, um unser Jagdliches Brauchtum und Tradition in der Jägerschaft aufrecht zu erhalten.

Daher wünsche ich euch zu jeder Übungsstunde immer ein gutes „Horn an“ und viel Spaß.

Mit freundlichem Gruß

Horrido

P. Schäfer

Obmann Jagdliches Brauchtum

 

Nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020 konnte der Hundeführerlehrgang Ende Mai 2021 mit anfangs noch durch Covid-19 bedingten Auflagen verspätet beginnen.
Da nun zwei Hundeführerjahrgänge nebst Ihren Hunden auf die Ausbildung hofften, begann der Lehrgang mit einer Teilnehmerzahl von über 30 Hunden in drei eingeteilten Gruppen und stundenweiser Verteilung mit jew.15 Minuten Pause, um Begegnungen der Gruppen gem. Hygienekonzept zu verhindern.
Nachdem sich die Lage im weiteren Verlauf wesentlich verbesserte, konnten dann nach einigen Wochen die Ausbildungsgespanne zu einer Gruppe zusammengefasst werden.
Nach 14 Lehrgangswochenenden mit ausgiebigem Programm, dem jährlichen ganztägigen Anschuss Seminar und einigen zusätzlichen Übungseinheiten am Wasser stand am 27. + 28. August 2021 für die ersten 14 Gespanne bereits die Brauchbarkeitsprüfung an.
Aufgrund der hohen Meldezahl sowie aufgrund der fortschreitenden forstlichen Veränderungen im Prüfungsrevier folgten dann am 12.09.21 und am 19.09.2021 nochmals zwei Prüfungsgruppen mit jew. 6 Hunden sowie die Nachprüfung am 01.11.2021.
Am 05.November 2021 konnte dann 26 Gespannen in der Steigalm in Bad Marienberg durch unseren KGV Klaus Skowronek das Zeugnis der jagdlichen Brauchbarkeit, rasseabhängig vollständig oder eingeschränkt, überreicht werden.
Im Namen aller Hundeführerinnen und Hundeführer bedanken sich die Obleute insbesondere bei den Revierpächtern der gemeinschaftlichen Jagdbezirke Westernohe und Oberrod (Wasser) für die vorbehaltslose und uneingeschränkte Bereitstellung der Übungs- und Prüfungsreviere im gesamten Ausbildungszeitraum.
Den während der Prüfungstage eingesetzten Verbandsrichtern danken wir für Ihre Bereitschaft und für die faire und kompetente Beurteilung der gezeigten Leistungen.
Besonderer Dank auch an unseren „Hessen“ Gerd Mathiszik für die alljährliche Unterstützung während der gesamten Ausbildung.

Allen erfolgreichen Führerinnen und Führern wünschen wir viel Freude und Waidmannsheil bei der Arbeit mit Ihren vierläufigen Helfern.
Joachim Jantos
Obmann für Jagdhundewesen

„Wir haben kaum Einfluss darauf, was in Brüssel, Berlin oder in Mainz entschieden wird – aber wir können in unserem direkten Umfeld viel bewirken“, so der Leiter des Hegerings Selters Eckhardt Zeitz.
Und deshalb hat der Hegering Selters mit Unterstützung der jeweiligen Jagdpächter und der Kreisgruppe Westerwald des Landesjagdverbandes – sowie der tatkräftigen Unterstützung von Bürgern – in den Ortsgemeinden Selters, Goddert, Krümmel und Quirnbach neue Streuobstwiesen angelegt.
Auf Streuobstwiesen werden in erster Linie alte, lokale Obstsorten gepflanzt, die zumeist resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge sind, als neuere Kultursorten, bei denen der Obstertrag im Vordergrund steht. Von der üppigen Obstblüte profitieren nicht nur die arg in Bedrängnis geratene Honigbiene sondern auch viele andere Insektenarten, die wir oft gar nicht zu Gesicht bekommen. Diese stellen wiederum die Nahrungsgrundlage zahlreicher anderer Tierarten dar, vom Igel bis hin zum Rotkehlchen.
Im Herbst lockt das herunterfallende Obst nochmals unzählige Tierarten an, die ohne entsprechendes Nahrungsangebot kaum über den Winter kommen.
„Im Revier Selters II freuen wir uns, dass wir einen Wildacker, den wir schon angelegt hatten, nun auch um Streuobst ergänzen konnten“, so Zeitz. Mit den Blüten der Obstbäume und deren Obstertrag wird das ganzjährige Nahrungsangebot des Wildackers, mit seiner üppigen Mischung heimischer Wildpflanzen und Wildkräutern, für Wildtiere – von der Biene bis zum Feldhasen – noch üppiger. Daneben bieten die Pflanzen des Wildackers auch Deckung vor Beutegreifern. Genau solche Oasen fehlen unseren Insekten und Wildtieren in der heutigen Nutzlandschaft.
Die Kreisgruppe hatte in diesem Jahr dazu aufgerufen, auf geeigneten Flächen Streuobstwiesen anzulegen, alternativ Wegränder zu bepflanzen oder bereits bestehende Kulturen mit Neuanpflanzungen zu erweitern.
In den acht Hegeringen der Kreisgruppe Westerwald nahmen eine Vielzahl von Revieren an der Aktion teil. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln von Kreisgruppe und Hegeringen also Mitgliedsbeiträgen der Jägerinnen und Jäger und durch Unterstützung der Revierpächter. In den kommenden Jahren soll das Projekt mit einem Kurs für Obstbaumschnitt fortgesetzt werden, um die weitere Pflege zu gewährleisten. Der Bericht über die Aktion im Hegering Selters ist nur ein Beispiel für viele gelungene Pflanzungen mit Schulen, Kindergärten und der Einwohner in unseren Revieren.
Allen Beteiligten mein herzlicher Dank
Klaus Skowronek

Manche Bläsergruppen sorgen sich um den Nachwuchs. Eine mögliche Ursache ist, dass keine Anfängerausbildung mehr möglich ist. Aus diesem Grund investiert die Kreisgruppe Westerwald seit einigen Jahren in verschiedene Arten von Seminaren. Neben den Angeboten für Einsteiger wurden bereits Seminare für ganze Bläsergruppen oder für Fortgeschrittene angeboten. Diese Seminare sind für Mitglieder im LJV jeweils kostenfrei. Auf diesem Weg haben einige der Teilnehmer Anschluss an unsere Bläsergruppen gefunden.
Unter dem Motto jagdliches Brauchtum pflegen, fand im November ein Jagdhorn-Grundlagenseminar in der Wiedbachhalle in Linden statt. Peter Schäfer Obmann für jagdliches Brauchtum hatte das Seminar geplant und begleitet.
Wie in den Vorjahren konnten wir wieder Carsten Porath als Seminarleiter verpflichten. Mit insgesamt 18 Teilnehmern war das Seminar sehr gut besucht.
Beginnend mit Übungen zu Atmung, Ansatz, Tonbildung, fanden die Teilnehmer ersten Zugang zu ihrem Instrument.
Casten Porath stellte den Teilnehmern Fürst Pless und Parforce Jagdhörner der Firma Dotzauer und Melton im Detail vor und mit den passenden Mundstücken kostenlos für die Übungssequenzen zur Verfügung.
Erste Erfolge stellten sich bereits zum Ende des Seminartages ein, indem bereits erste Jagd Signale vorgetragen wurden.
Mit diesem Seminar legten die Teilnehmer den Grundstein für das weitere Üben zu Hause oder dem Anschluss an eine unserer Bläsergruppen.
Herzlichen Dank an Carsten Porath für sein ruhiges und durch große Fachkompetenz geführtes Seminar.
Für das leibliche Wohl der Teilnehmer mit einem gemeinsamen Frühstück, Mittagsimbiss sowie Kaffee und Kuchen sorgte Hilde Schäfer. Hierfür möchte ich ihr herzlich danke sagen.
Klaus Skowronek

Nach vielen Monaten des Lernens unter den Einschränkungen der Corona Pandemie stand abschließend der mündlich- praktische und damit anspruchsvollste Teil der Jägerprüfung auf dem Hofgut Dapprich auf dem Programm. Von den angetretenen 27 Prüflingen haben 20 die Prüfer mit ihren Leistungen überzeugen können.

Die Vorstände des BWV WW, AK und NR  hatten mich zu einer Vorstandsitzung mit Drohnenvorführung geladen.

In dem Gespräch wurde deutlich, dass die Verbände der Landwirte sich des Themas annehmen wollen, weil sie sich (richtigerweise) in der Verantwortung sehen. Man will ein Konzept entwickeln, mit dem man im kommenden Jahr an den Start gehen will. Ich habe unsere Unterstützung angeboten und erläutert, dass wir aus Mangel an Personal momentan keine eigenen Drohnen anschaffen werden.

Der ASB bietet allen Interessierten die Ausbildung zum Drohnenführerschein an.

Klaus Skowronek
Kreisgruppenvorstitzender

Bild: ASB

(Quelle: Rolfes/DJV, LJV RLP)

In den Höhenlagen von Rheinland-Pfalz lädt die verschneite Winterlandschaft zum Aufenthalt in der Natur ein. Doch gerade jetzt brauchen Wildtiere mehr Ruhe, denn ihr Stoffwechsel läuft auf Sparflamme.

(Gensingen, 06. Januar 2021) Ob Westerwald, Hunsrück, Eifel oder am Donnersberg: Der Kälteeinbruch Anfang Januar sorgt in den Höhenlagen für ein Winterwunderland. Die verschneiten Wälder und Felder locken besonders viele Menschen nach Draußen – vor allem jetzt während des Lockdowns. Für Wildtiere kann der menschliche Ansturm in die Natur aber zum Problem werden. Darauf weist der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) hin und appelliert an Erholungssuchende, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Um über Winter Energie zu sparen, verringert sich vor allem bei wiederkäuenden Wildarten wie Hirsche und Rehe der Stoffwechsel drastisch. Sogar Atmung und Herzfrequenz verlangsamen sich. So sinkt der Herzschlag von regulär 60 Schlägen pro Minute auf 30. In der Folge sinkt die Körpertemperatur in den Beinen deutlich ab. Bei den beiden Pflanzenfressern schrumpft sogar der Verdauungstrakt über die Wintermonate. Nicht die Außentemperatur beeinflusst bei diesen Wildarten den Stoffwechsel, sondern die Dauer des Tageslichtes.

Der LJV bittet Waldbesucher, Wege nicht zu verlassen und Hunde angeleint zu lassen. Jede unnötige Flucht verbraucht in der nahrungsarmen Zeit wertvolle Energie. Vor allem Rehe, die in den Wintermonaten in sogenannten Sprünge zusammenstehen, scheinen besonders zutraulich, da sie nicht sofort flüchten, sobald sie Menschen sehen. Sie warten bis zum letzten Moment, bevor sie eine kräftezehrende Flucht starten.

Tierische Strategien gegen Winterkälte

Ausruhen, Schlafen, Fettreserven anlegen oder Winterkleidung: Wildtiere trotzen mit unterschiedlichen Methoden der kalten und nahrungsarmen Zeit. Alle verfolgen ein Ziel: Energie sparen und nochmals Energie sparen. Menschen ziehen sich in der kalten Jahreszeit wärmer an, ähnlich machen es viele Tiere, indem sie sich ein Winterfell zulegen. Ein dichter Pelz mit Unterwolle schützt vor Auskühlung, Luftpolster zwischen den Haaren sorgen für Isolation. So ist das Winterhaar des Rothirsches doppelt so lang wie sein Sommerhaar und das Reh trägt im Winter Dauerwelle: Die hohlen Haare verhaken sich und halten so die isolierende Luftschicht besser. Im Winterfell des Feldhasen staut sich die Luft zwischen den Wollhaaren. Vögeln hilft ihr Federkleid: Sie plustern sich auf, die Luftschicht zwischen den Federn wärmt sie wie eine Daunenjacke. Sie fetten ihre Federn zudem gründlich ein, sodass kein Wasser durchdringen kann.

Ein dicker Mantel allein genügt jedoch nicht, um die karge Jahreszeit zu überleben. Reh, Hirsch, Wildschwein, Fuchs und Hase fressen sich im Herbst beispielsweise Fettreserven an, von denen sie bis ins Frühjahr zehren können. Einige Tiere halten Winterruhe, beispielsweise der Dachs. Sie wachen gelegentlich auf und verlassen ihren Bau, um in der nahen Umgebung ihres Schlafplatzes bei mildem Wetter nach Nahrung zu suchen.

 

Am 24.November wurde eine lang geplante Baumpflanzaktion von Revierpächter Bernd Friedrich und seiner Familie im heimischen Revier endlich abgeschlossen. Auf mehreren hundert Metern Feldstreifen wurden Obst- und blühende Wildbäume sowie Sträucher gepflanzt. Die Aktion konnte erst nach zähen Verhandlungen mit den örtlichen Landwirten und mit Unterstützung des Jagdvorstands umgesetzt werden.
Diese Maßnahme zum Naturschutz und zur nachhaltigen Naturentwicklung ist ein Vorbild an Engagement der Jägerschaft.