40 Jahre Jagdhornbläsergruppe Hoher Westerwald

Die lang andauernde Hitze hat die Suhlen im Wald vertrocknen lassen. Um den Wildtieren ein wenig über die trockene Zeit zu helfen, hat der Jagdausübungsberechtigte des Reviers Guckheim, Ingo Janowitz, um Hilfe in der Bauernschaft gefragt. „Markus Schuth war sofort bereit, mir einen Wasserwagen mit 1,5 Kubikmeter Frischwasser in den Wald zu fahren“, freut sich Janowitz, „es ist schön zu erleben, wenn Landwirte und Jäger Hand in Hand für Natur und Tierwohl eintreten.“
Im Bild von l.n.r. Markus Schuth, Johanna Lehnhardt, Ingo Janowitz

Jagdhornbläsergruppe „Hoher Westerwald“ erreicht Platz 1 bei internationalem

Bläserwettbewerb in Holland

Kürzlich nahm die Bläsergruppe „Hoher Westerwald“ unter der Leitung von Hornmeister Andreas Groß am internationalen „Euregio Festival der Jagdhornbläser“ in Nederveert (Region Limburg) in tollem Ambiente des Freilichtmuseums „Eynderhof“ in Holland teil.
Bei diesem Wettbewerb nahmen insgesamt 14 verschiedene Bläsergruppen in den Kategorien „B“ und „ES“ aus mehreren Ländern teil. Jede Bläsergruppe musste im Laufe des Tages bei zwei Auftritten jeweils ein Jagdsignal und einen Kürstück unter den kritischen Augen von drei Wertungsrichtern vortragen. Mit den Kürstücken „Im Gwantl“, „Gamsschützenmarsch“, „Intrada“ sowie „Echo der Vogesen“ begeisterte die Jagdhornbläsergruppe die Wertungsrichter und auch die anderen teilnehmenden Bläsergruppen und Zuschauer.
Hier hatten sich die zusätzlichen Proben und die Mühe gelohnt. Mit 265 erzielten Punkten und Platz 1 war die Freude groß bei den Bläserinnen und Bläsern und auch bei Hornmeister Andreas Groß.
Dies war eine gelungene Veranstaltung der Jachthoornblazers Midden Limburg.

Bericht: Susanne Schmidt

„Wildes Grillen“
mit Grillmeister Tobias Kimmel
und Markus Ries
am 01. Juli ab 11.30 Uhr
auf dem Hofgut Dapprich

Lesen Sie hier den Bericht in der WWZ.

 

Die Vorschulkinder der Kita am Kastanienbaum Guckheim hatten zum Abschluss ihres Waldprojekts Peter Bill eingeladen, sie an Ihrem letzten Waldtag zu begleiten. Bereits erworbenes Wissen über die heimische Tier – und Pflanzenwelt sollte…

Ihre Jägerprüfung bestanden 20 Teilnehmer auf dem Hofgut Dapprich und nahmen Urkunde und Zeugnisse entgegen.

Nach Monaten des Lernens stand abschließend der mündlich- praktische und damit anspruchsvollste Teil der Jägerprüfung auf dem Programm. Die Jungjäger nahmen im Beisein ihrer Angehörigen den Jägerbrief entgegen und erhielten anschließend den symbolischen Jägerschlag durch die Obleute für Jagdliches Brauchtum Peter Schäfer und Susanne Horrix. Kreisjagdmeister Bernd Schneider blickte auf Leistungen und Ergebnisse des Prüfungstages zurück. Er überreichte den Prüfungsbesten Frank Blumenstein, Jan Breidenbach und Christian Wetter als Anerkennung ein Geschenk.

Die Kreisgruppe gratuliert allen Jungjägern ganz herzlich und wünscht allzeit Waidmannsheil.

Auch Reduzierung der Schwarzwildbestände im Visier

In mehreren Hegeringen des Westerwaldes wurde wie in den Vorjahren wieder verstärkt auf Fuchs und Raubwild gejagt. Auch die Jägerinnen und Jäger im Hegering Westerburg waren dazu aufgerufen. Nach Abschluss der Jagdwoche traf man sich auf dem Dorfplatz in Sainscheid zum „Strecke legen“.
Insgesamt wurden 46 Füchse, 1 Marder und 11 Wildschweine erlegt.
Hegeringleiter Klaus Skowronek macht deutlich, worum es bei der intensiven Jagd auf Raubwild geht:
„Fuchs, Marder und Waschbär ohne natürliche Feinde, verursachen beim Niederwild und Bodenbrütern, wie Fasan und Rebhuhn die größten Verluste. Viele Projekte in Europa haben aufgezeigt, dass der Einfluss des Fuchses vor allem in der Aufzuchtzeit seiner Jungen am größten ist.“
Und: „Dezimierte die Tollwut in früheren Jahren die Fuchsbestände, ist sie wegen der oralen Immunisierung der Füchse, die bis zum Frühjahr 2008 durchgeführt wurde, in Deutschland nicht mehr vorhanden.
Darüber hinaus stellen Jäger im Kreisgebiet seit mehreren Jahren bei Füchsen immer wieder Räude fest.“ Diese hochansteckende Milbenerkrankung stellt auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Hunde und Katzen dar.
Ursache der Krankheit ist meist ein zu hoher Fuchsbestand.
Klaus Skowronek weist darauf hin, dass erlegtes Raubwild seit einigen Jahren durch heimische Jäger verwertet wird. Auch viele Kürschner verarbeiten zunehmend Pelze aus der heimischen Jagd. Entsprechend groß ist der Bedarf nach qualitativ hochwertiger Ware.
Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat der Deutsche Jagdverband das Modellprojekt Fellwechsel gegründet. Hier werden Naturprodukte aus nachhaltiger, tierschutzkonformer Jagd anstatt Pelz aus Zuchtfarmen
mit z.T. zweifelhafter Beachtung des Tierschutzes verarbeitet.

Was ist die Fellwechsel GmbH?
Die Fellwechsel GmbH ist ein vom DJV und LJV Baden-Württemberg gegründetes
Unternehmen, das sich die sinnvolle Nutzung natürlicher Ressourcen –
hier: Felle – als vorrangiges Ziel gesetzt hat. Mit diesem völlig neuen Ansatz sollen auch und vor allem die Prädatorenbejagung und damit der Schutz des Niederwildes und anderer Arten gefördert werden.
Ab Herbst 2017 wird in Rastatt (Baden-Württemberg) eine Abbalgstation von der Fellwechsel GmbH betrieben.

Wie funktioniert das Fellwechsel-Konzept?
Die Jägerinnen und Jäger erlegen in der Zeit der Balgreife (Mitte November bis
Mitte Februar) – möglichst mit Schrotschuss, mittels Fangjagd oder mit balgschonendem Kaliber – Füchse, Marderhunde Waschbären, Marder, Minke, Bisame und Nutrias und Dachse. Die erlegten Tierkörper werden verpackt und zusammen mit zwei ausgefüllten Abgabeformularen an eine der Sammelstationen im Westerwald geliefert, wo sich eine geeignete Tiefkühlmöglichkeit befindet.
Bei Bedarf werden die Tierkörper abgeholt in der Fellwechsel GmbH abgebalgt, die Felle geprüft und mit einer ID-Nummer versehen. Die Gerbung erfolgt in deutschen
Fachbetrieben. Die gegerbten Felle werden dann an Weiterverarbeiter verkauft und von Kürschnern und Modedesignern für die Herstellung von Bekleidung und Accessoires genutzt.

Lesen Sie hier den Bericht der Westerwälder Zeitung…