Die Vorschulkinder der Kita am Kastanienbaum Guckheim hatten zum Abschluss ihres Waldprojekts Peter Bill eingeladen, sie an Ihrem letzten Waldtag zu begleiten. Bereits erworbenes Wissen über die heimische Tier – und Pflanzenwelt sollte von Peter Bill nochmals fachlich und anschaulich erklärt werden. Gemeinsam mit den Vorschulkindern der Kita Girkenroth und den Schulkindern des ersten Schuljahrs der Brüder Grimm Schule Guckheim und in Begleitung der Erzieherinnen und der Lehrerin machte sich  die Gruppe auf den Weg in den Guckheimer Wald.
An der großen Weggabelung wurde planmäßig Rast gemacht, damit sich die kleinen Füße von den Strapazen des „Aufstiegs“ erholen konnten. Peter Bill zeigte den Kindern anhand von bunten Lehrtafeln Wissenswertes über unsere heimischen Wildarten. Kindgerecht wurde den Kindern die untrennbaren Zusammenhänge von Natur, Wald, Wild, Mensch und Tier erläutert. Viele Fragen wollten beantwortet werden und viele Erlebnisse der kleinen Naturkundler gab es zu berichten. Es war schon erstaunlich, welche Geschichten es zu erzählen galt. „Wachsen die Bäume in den Himmel?“ – Warum heißt es eigentlich „lahme Ente“ und warum sagt man „der hat Wind von uns bekommen?“ Redensarten, die in der Jagdausübung ihren Ursprung haben und sich bis zum heutigen Tag in der Gesellschaft etabliert haben. Für Peter Bill war es wichtig den Kindern zu vermitteln, dass Tiere die andere Tiere auffressen nicht böse sind, sondern dies tun, um selbst überleben zu können. Ebenso erklärte er die Daseinsberechtigung eines jeden noch so kleinen Lebewesens und erläuterte das doch so wichtige Gleichgewicht in der Natur. Die Abhängigkeit des Beutegreifers von der Beute und die Dichte der Wildtiere der Natur und in der Forstwirtschaft.
Nach so viel interessanter Theorie durften die wissbegierigen Mädchen und Jungen nun selbst aktiv werden. Es galt, die gut getarnten Tierpräparate zu entdecken die im dichten Unterholz naturnah platziert wurden und in die gemeinsame Mitte zu bringen. Da staunten die Kinder nicht schlecht, als ein Waschbär ebenso zu betrachten war, wie der Marder und der Iltis. „Auch wenn ihr die Tiere am Tage nicht sehen könnt, so sind sie dennoch da und leben meist nachtaktiv bei uns“, erklärte Peter Bill. Alle Kinderfragen wurden geduldig und für die Kinder verständlich von Peter Bill beantwortet.
Wieder zurück in der Kita erhielten die Kinder von Peter Bill einen Nistkasten und einen Eichhörnchen-Futterkasten sowie Informationsmaterial über die Tiere und Pflanzen in Wald und Feld. Alle freuten sich über diesen interessanten Ausflug und auf die Frage nach etwaigem Lohn antwortete Herr Bill :“Strahlende Kinderaugen sind das größte Geschenk.“

1 Antwort
  1. Ingo Janowitz says:

    Lieber Peter,
    als Guckheimer Jagdpächter begrüße ich Dein Engagement und danke Dir herzlich für diesen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit. Beste Grüße Ingo

    Antworten

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