Jagdpraxis
Jagdliches Brauchtum
Allgemeines
Brauch=: v. althochdt. Bruh = Nutzen
Für die einen ist jagdliches Brauchtum ein überflüssiges, romantisch verklärtes Anhängsel mit z.T. nationalsozialistischen Wurzeln. Für die anderen ist Jagen ohne die jagdlichen Bräuche nicht vorstellbar.
Unsere moderne Jagd fordert ein hohes Maß an Fachwissen und handwerklichem Können. Die praktische Jagdausübung enthält darüber hinaus Elemente einer langen und bewährten Tradition, die einen waidgerechten Umgang mit dem Wild beinhalten.
Die ethischen Grundsätze, die sich in den Sitten und Gebräuchen der Jäger widerspiegeln, sollte jeder Jäger kennen und verinnerlichen. Erst durch die Anwendung unserer jagdlichen Sitten und Gebräuche, bei der Jagdausübung und dem jagdkulturellen Umfeld, entsteht letztlich erst etwas, was wir Jäger heute unter Jagd verstehen.
Dadurch unterscheidet und distanziert sich die Jagd für alle deutlich von einer Reduzierung auf einen ausschließlich dem reinen Nützlichkeitsprinzip unterworfenen Tötungsvorgang.
Brauchtum, das nicht mit Leben gefüllt wird, zerfällt. Eine Gefahr für das Brauchtum entsteht auch dann, wenn ihre Formen sich verselbstständigen und deren ursprünglicher Sinn verloren geht. "Vernunft wird zu Unsinn, Wohltat zur Plage" (J.W. Goethe).
Es ist wichtig, dass wir in Zukunft im Rahmen der Jägerausbildung wieder mehr Wert auf diesen Teil der Ausbildung legen.
Die Obleute

Peter Peters
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